I CAN’T STOP WHO I AM

– QUEER RESISTANCE

„I came for safety but I am not getting safety here. What is the reason then for me to stay?” 

Zahlreiche Stimmen kommen in Chören des Widerstands zusammen, die aufgrund ihrer Sexualität nach Deutschland fliehen mussten. Basierend auf Interviews deckt das neue dokumentarische Stück der Bühne für Menschenrechte die Ungerechtigkeiten im Alltag und im Asylprozess von queeren Geflüchteten auf. 

Drei Stimmen · Drei Geschichten · Drei Perspektiven 
treten aus den Chören des Widerstands heraus, die von ihrem unermüdlichen Kampf gegen die heteronormative Gesellschaft und von Absurditäten des  Asylsystems erzählen. 
 
I CAN’T STOP WHO I AM plädiert für das Bleiberecht und die Anerkennung von Differenzen aller Menschen. Hier und überall. 
 
Unser Dank gilt vor allem Adrian, Ali, Jenny, Olha, Mary, Maryo, Mohamed & Raphael für das Mitwirken, Vertrauen und das Teilen ihrer Geschichten.


Hintergrund zur Stückentwicklung

I CAN’T STOP WHO I AM wurde im Rahmen des TRIGGER FESTIVALS in Nürnberg am 14. September 2022 uraufgeführt. Das größte Anliegen des Festivals für Politik und Menschenrechte war es, mit dem Stück einen lokalen Bezug zu Nürnberg und Umgebung zu schaffen. Darin sollen gegenwärtige Menschenrechtsverletzungen thematisiert und aufgedeckt werden. Da das Festival direkt neben dem BAMF lokalisiert war, wurde schnell klar, dass der Fokus des Stücks auf die deutsche Asylpolitik liegen wird. 

Die ersten Recherchen seitens der Bühne für Menschenrechte haben ergeben, dass queere Perspektiven von geflüchteten Personen bislang kaum Sichtbarkeit in den Medien, in der Politik und auch in vielen aktivistischen Kontext bekommt. Somit zeichnete sich ein konkreter Auftrag für die Stückentwicklung heraus, die Perspektiven von queeren Geflüchteten im deutschen Asylsystem zu beleuchten. 
Das Rechercheteam der Bühne für Menschenrechte fokussierte sich dabei auf Nürnberg und München. Hier wurde der Kontakt zu unterschiedlichen Beratungsstellen- und Kulturzentren in Nürnberg und München aufgenommen. 
An dieser Stelle danken wir unseren Kooperationspartner*innen Rosa Asyl, LeTRA, SUB und BELLEVUE DI MONACO für die Zusammenarbeit und das Vertrauen. 

In unserer Recherchephase sind wir mit den Protagonist*innen des Stückes in Kontakt gekommen sind, die ihre Perspektiven auf Queerness und auf Asyl mit uns teilten. Sie sprachen von ersten Liebesbeziehungen, Coming Outs und ihren Herausforderungen als LBGTIQ+ in den Herkunftsländern als auch in Deutschland. In nahezu allen Interviews wurde ersichtlich, wie das deutsche Asylverfahren, Rassismus, Queerfeindlichkeit und Polizeigewalt sich auf die mentale Gesundheit der Protagonist*innen niederschlägt. Im Fokus der Interviews standen ihre Geschichten von Widerstand und Hoffnung. 

Anhand der Recherchen und den Gesprächen wurde das dokumentarische Stück entwickelt. Das Dramaturg*innenteam hat das transkribierte Interviewmaterial wortnah zu einem Stück verdichtet. Aus den einzelnen Geschichten wurde eine gemeinsame Erzählung, bei der die interviewten Stimmen miteinander verwoben wurden. Entstanden ist hierbei ein vielstimmiger Chor des Widerstands, aus dem die Stimmen, Geschichten und Perspektiven von Mohamed, Jenny und Maryo heraustreten. 


Koproduziert durch TRIGGER- Nürnberger Festival für Politik und Menschenrechte in Theater und Performance.

Das Projekt wird gefördert von der Nürnberger "Partnerschaft für Demokratie" im Bundesprogramm "Demokratie leben!" und der Bundeszentrale für politische Bildung und Demokratie leben!.

Mit freundlicher Unterstützung der bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
Trailer von „I cant stop who I am“
Das Projekt wird gefördert von der Nürnberger "Partnerschaft für Demokratie" im Bundesprogramm "Demokratie leben!"